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    Monster-Flows: Bitcoin-ETFs nehmen in drei Tagen 1.2 Mrd. USD ein

    von Redaktion cvj.ch am 16. Oktober 2024 News

    Diesen Januar entfesselten die ersten Spot-basierten Bitcoin-ETFs Milliarden an institutionellen Geldern, die endlich ein Anlagevehikel für die grösste Kryptowährung erhielten. Selbst neun Monate nach dem Startschuss flacht der Ansturm kaum ab. Über die vergangenen drei Handelstage flossen 1.2 Mrd. USD in die Bitcoin-ETFs.

    Börsengehandelte Fonds (ETFs) sind Investmentfonds, die ähnlich wie Einzelaktien an der Börse gehandelt werden. Sie verwahren eine Vielzahl von Vermögenswerten wie Aktien, Anleihen oder Rohstoffe und bieten Anlegern eine einfache Möglichkeit zur Diversifizierung ihrer Portfolios mit niedrigeren Gebühren. Im Falle von Bitcoin ermöglichten die im Januar genehmigten ETFs den Mainstream-Anlegern in den USA erstmals, über ein reguliertes, traditionelles Anlageinstrument in den Bereich zu investieren. Diese Möglichkeit schöpfen Anleger aus, wie die jüngsten Zuflüsse in die Fonds unterstreichen.

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    Fast 20 Milliarden USD an Gesamtzuflüssen

    Nach einem Meilenstein von 10 Milliarden USD an Nettozuflüssen in die Bitcoin-ETFs nur zwei Monate nach Lancierung beruhigten sich die Flows leicht. Abgsehen von einigen starken Tagen drückte die Sommerflaute auf die Produkte. Von Juli bis September verloren die Bitcoin-ETFs gar eine Milliarde an verwaltetem Vermögen (Assets under Management, AuM). Die niedrigeren Bitcoin-Preise boten Anlegern jedoch eine neue Einstiegschance. Diese nutzten die ETF-Investoren offensichtlich.

    Aufschlüsselung der Flows der US-Spot-Bitcoin-ETFs (USDm) / Quelle: CVJ.CH Bitcoin-ETF-Flows

    Mit drei Tagen an Nettozuflüssen im dreistelligen Millionenbereich knacken die Produkte bald die 20 Mrd. USD Marke. Dank den bereits vorhandenen Geldern im Grayscale Bitcoin ETF (GBTC) und dem beachtlichen Preisanstieg seit der Genehmigung verwalten die ETFs mittlerweile über 63 Milliarden USD. Der Löwenanteil befindet sich in den Fonds der Finanztitanen BlackRock und Fidelity sowie dem zehnjährigen Produkt des Krypto-Spezialisten Grayscale. Zum Vergleich: gesamthaft verwalten Gold-ETFs in den USA rund 125 Milliarden USD.

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    Kein Interesse an Ethereum

    Trotz des Ansturms auf die Bitcoin-ETFs zeigen Anleger überhaupt kein Interesse für die im Juli genehmigten Fonds für die zweitgrösste Kryptowährung, Ethereum (ETH). Bereits der Start verlief für die ETFs enttäuschend. Innerhalb der ersten Tage flossen mehrere Milliarden aus dem Grayscale-Produkt. Zuflüsse in die Fonds von BlackRock & Co. blieben mehrheitlich aus. Nach einer Woche standen die Nettoflüsse bei -511 Millionen USD. Eine Erholung gab es nicht.

    Aufschlüsselung der Flows der US-Spot-Ethereum-ETFs (USDm) / Quelle: CVJ.CH Ethereum-ETF-Flows

    Im Gegenteil. Das Interesse am zweitgrössten Krypto-Asset fällt so tief aus, dass einige Tage weder Zu- noch Abflüsse verzeichnen. Die verhältnismässig schwache Entwicklung der Produkte dürfte mehrere Gründe haben. Einerseits ist das Wertversprechen Ethereums weitaus komplizierter als das Narrativ des "digitalen Goldes." Zudem erwies sich die Skalierungsstrategie über Layer-2-Lösungen als zweischneidiges Schwert. Aufgrund der Auslagerung von Aktivität auf verschiedene Blockchains benötigen Nutzer immer weniger Ether (ETH) zur Ausführung von Transaktionen. Die insgesamten Gebühreneinnahmen Ethereums befinden sich damit auf mehrjährigen Tiefstständen, trotz starker Aktivität auf Layer-2-Netwerken wie Base, Arbitrum und Optimism.

    Tägliche Gebühreneinnahmen der Ethereum-Blockchain seit 2020 / Quelle: Artemis
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    Die Redaktion des Crypto Valley Journal berichtet seit 2018 aus Zug, dem Sitz des Schweizer Crypto Valley, über Bitcoin, Krypto, Blockchain und die regulatorische Entwicklung digitaler Vermögenswerte. Hinter der kollektiven Redaktionsstimme steht ein Team aus Autoren mit Hintergrund in Finanzmarkt, Recht und Technologie.

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