Der Spot- Bitcoin-ETF von BlackRock, der iShares Bitcoin Trust (Ticker IBIT), hat an einem Handelstag einen massiven Kapitalzufluss verzeichnet - den höchsten seit rund drei Monaten.
Am vergangenen Freitag flossen rund 287.4 Millionen US-Dollar allein in den BlackRock-Bitcoin-ETF, was den grössten täglichen Zufluss seit Anfang Oktober 2024 darstellt. Insgesamt zogen alle in den USA gelisteten Spot-Bitcoin-ETFs an diesem Tag über 471 Millionen Dollar an frischem Kapital an, ein Wert, der zuletzt im November 2025 erreicht wurde.
Starkes Kapitalinteresse für IBIT
Der kräftige Tageszufluss bei IBIT ist ein deutliches Signal, dass Investoren wieder Kapital in Bitcoin-exponierte, regulierte Anlagevehikel lenken. Besonders Spot-ETFs gelten als Brücke zwischen traditionellen Finanz- und Kryptomärkten, da sie institutionellen Anlegern ermöglichen, Bitcoin über vertraute, börsengehandelte Fonds ohne direkte Verwahrung zu halten. In den vergangenen Wochen hatten Spot-Bitcoin-ETFs trotz zwischenzeitlicher Volatilität positive Wochen-Nettozuflüsse verbucht, wobei BlackRock traditionell eine führende Rolle einnimmt. Nach Phasen von Volatilität, in denen Anleger steuerliche Verluste realisierten oder Positionen reduzierten, kehrt oftmals eine long-bias-Strategie zurück, sobald das neue Jahr beginnt. Zudem spielt die Wahrnehmung von Bitcoin als potenzielles Absicherungsinstrument in Zeiten geopolitischer Unsicherheit eine Rolle.
Der Bitcoin-Preis bewegte sich zeitgleich in einem positiven Bereich und stieg nahe der Marke von 92’600 US-Dollar, was im Zusammenspiel mit den ETF-Zuflüssen auf eine erhöhte Risikobereitschaft institutioneller Anleger hindeutet. Die aggregierten Spot-Bitcoin-ETF-Zuflüsse schwankten in den zurückliegenden Monaten, doch der jüngste Anstieg verdeutlicht eine Resilienz der Nachfrage trotz kurzfristiger Marktunsicherheiten. Weitere Anbieter wie Fidelity (FBTC) und Bitwise (BITB) konnten ebenfalls signifikante Mittelzuflüsse verzeichnen, was zeigt, dass die ETF-Nachfrage nicht ausschliesslich auf ein einzelnes Produkt beschränkt bleibt, sondern breitere Aufmerksamkeit auf dem gesamten Spot-Bitcoin-ETF-Segment vorhanden ist.
Bedeutung für institutionelle Anleger
Die Entwicklung unterstreicht, dass Spot-Bitcoin-ETFs zunehmend als legitime Allokationsvehikel für institutionelle Kapitalströme wahrgenommen werden. Im Vergleich zu direktem Bitcoin-Kauf über Wallets oder Kryptobörsen bieten ETFs Vorteile im Hinblick auf regulatorische Klarheit, Verwahrungsrisiken und Integration in institutionelle Portfolios. Durch Zuflüsse wird auch klarer, dass Bitcoin-Exposure bei vielen grossen Investoren wieder eine Rolle im Jahresauftakt-Investitionsplan spielt.
Langfristig könnte das gestiegene Interesse an Spot-Bitcoin-ETFs dazu beitragen, die Liquidität und Preisstabilität von Bitcoin weiter zu fördern, da solche Produkte grosse, diversifizierte Kapitalquellen anziehen und als Pensions-, Staats- oder Vermögensverwaltungsbestandteile genutzt werden können.








