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    Get rich or die trading – Ein Kurztrip in die Welt der Crypto Trading Bots

    von Thierry Gilgen am 3. September 2019 Invest

    Die Anfänge

    Als in den 80er Jahren an der Wallstreet der computergestützte Handel aufkam, herrschte Goldgräberstimmung. Bis dahin kaum denkbare Gewinne resultierten aus den automatischen Algorithmen, in kurzer Zeit wurden die Börsen technisch revolutioniert und somit die Regeln und Machtverhältnisse in der Industrie neu definiert.

    Wie massiv sich der Handel an den Börsen durch den Einzug der Computer verändert hat, war erstmals am 19.10.1987 deutlich spürbar. An diesem «schwarzen Montag» brachen die Aktienkurse weltweit ein. Seit den frühen 1980er Jahren setzten Händler verstärkt Computer für ihre Portfoliostrategien ein und in der Regel hatten die großen Banken sehr ähnliche Systeme zur dynamischen Absicherung. Eine Kombination aus Unsicherheiten am Devisenmarkt und diesen automatisierten Handelssystemen welche den Verkaufsdruck erhöhten, führten schlussendlich zu einem Börsenkollaps.

    Neues Spielfeld, neue Möglichkeiten

    Eine ähnliche Revolution spielt sich aktuell auf den Crypto-Märkten ab. Die hohe Volatilität der Märkte ist ein Spielplatz für versierte Entwickler von Handels-Algorithmen und die technischen Bedingungen auf dem digitalen Währungsmarkt erlauben es nun mehr auch Privatpersonen, mit den gleichen Möglichkeiten am Markt tätig zu sein, wie die grossen Akteure.

    Crypto-Handelsplattformen sind weder über direkte Datenleitungen zugänglich, noch stehen sie zentralisiert an einem Finanzplatz. Sie sind breit über den Globus gestreut, sodass die Bedingungen für alle nahezu gleich sind. Eine Grossbank hat somit keinen schnelleren Anschluss an die Crypto-Börsen als eine Privatperson. Die zudem durch Clouddienste verfügbare, verhältnismässig billige Infrastruktur, trägt Ihren Rest dazu bei, dass die Karten für alle Beteiligten nun völlig neu gemischt worden sind.

    Realität oder Wunschdenken?

    Auch wenn die Bedingungen für den automatisierten Handel mit Bots auf den Crypto-Märkten äusserst vielversprechend scheinen, gibt es trotz allem keine Garantie auf Erfolg. Es ist durchaus ein um einiges komplexeres Thema, als es viele Anbieter von Trading Bots gerne zugeben würden.

    Bis zum heutigen Tag sind Bots optimiert für spezifische Märkte und spezifische Situationen. Profit oder Verlust ist abhängig von der verwendeten Trading-Strategie (Algorithmus), dem Feintuning der Einstellungen des Algorithmus, sowie natürlich der verwendeten Technologien, durch die definiert wird welche Analysen überhaupt möglich sind und wie schnell diese durchgeführt werden können.

    Der automatische Super-Bot, der ohne jegliches Fachwissen immer gewinnbringend handelt, ist, zumindest im Moment, noch Science-Fiction.

    Science-Fiction? Nicht ganz!

    Die neuen Technologien lassen die Fantasie Sprünge schlagen, lässt es sich doch kaum erahnen, was, durch die Kombination von Unmengen an gut sortierten Daten, Machine Learning, Schwarmintelligenz und mehr verfügbarer Rechenkapazität, noch alles realisierbar sein wird.

    Die Herausforderung liegt darin, den richtigen Mix zu finden. Die signifikanten Signale aus Daten, die geeigneten Analysen, die effektiven Technologien. Erfolgversprechend dabei sind deshalb Plattformen, welche all dies aus einer Hand anbieten, also die Daten selbst, die Analytik-Werkzeuge sowie die Möglichkeit Handelsstrategien vor der Ausführung ausgiebig testen und feintunen zu können.

    In dieser Hinsicht stecken die meisten Plattformen auf diesem Gebiet noch in den Kinderschuhen. Es gibt einige vielversprechende Anbieter auf dem Markt, aber das letzte Wort in dieser Sache ist definitiv noch nicht gesprochen.

    Es ist also nicht unmöglich, dass bereits morgen jemand den heiligen Gral der Trading Algorithmen in den Händen hält, es ist nur (noch) relativ unwahrscheinlich.

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    Über den Autor

    Thierry Gilgen

      Thierry David Gilgen hat einen starken Hintergrund in Digitalisierung und IT-Infrastruktur und hat den Grossteil seiner Karriere damit verbracht, für grosse Unternehmen im medizinischen Bereich zu arbeiten. Bei MachinaWare konzentriert er sich als CEO hauptsächlich auf die Geschäftsstrategie, das Fundraising und die Produkterfindung. Er leitet derzeit insgesamt 16 Personen, die in Teil- oder Vollzeit am MachinaTrader-Projekt arbeiten.

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