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    Jenseits von digitalem Gold: Wie Krypto-Märkte tatsächlich auf geopolitische Schocks reagieren

    Jenseits von digitalem Gold: Wie Krypto-Märkte tatsächlich auf geopolitische Schocks reagieren

    von Werner Broenimann am 1. Juli 2025 Hintergrund

    Die US-Angriffe auf drei iranische Nuklearanlagen am Wochenende, die iranische Vergeltung am Montag, die Ankündigung eines Waffenstillstands durch Präsident Trump sowie der anschliessende Angriff Israels auf Teheran werfen die Frage auf, wie die Krypto-Märkte generell auf solche geopolitischen Ereignisse reagieren.

    Für Anleger, die nicht nur langfristig und ohne Hebelwirkung in Krypto investieren, ist ein besseres Verständnis der Renditetreiber in diesen Märkten entscheidend. In der öffentlichen Wahrnehmung wird BTC mitunter als „digitales Gold“ bezeichnet und als Absicherung gegen Währungsabwertung gesehen. Zu anderen Zeiten hingegen wird es als risikobehaftetes Asset betrachtet – vergleichbar mit dem S&P 500 oder sogar den Magnificent-7-Tech-Aktien. Das Narrativ rund um die Renditetreiber von ETH und anderen Altcoins beschränkt sich meist auf ihre Rolle als risikobehaftete Anlagen. Werfen wir einen genaueren Blick auf dieses Thema.

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    Vergleichende Grössenordnung von Krypto-, Gold- und S&P 500-Märkten

    Der weltweite Krypto-Markt beläuft sich aktuell auf rund 3.4 Billionen USD und ist damit nur ein Bruchteil der Grösse traditioneller Anlageklassen. Zum Vergleich: Der Goldmarkt wurde im März 2025 mit etwa 20.8 Billionen USD bewertet, während die aggregierte Marktkapitalisierung des S&P 500 im Januar 2025 auf 54.5 Billionen USD gestiegen ist. Dieser deutliche Unterschied unterstreicht, dass digitale Assets trotz des rasanten Wachstums eine weitaus kleinere Anlageklasse im Vergleich zu Gold und grossen Aktienindizes bleiben.

    Geopolitische Ereignisse wie Kriege oder Sanktionen wirken sich in der Regel zunächst und am stärksten auf traditionelle Märkte – wie Aktien und Rohstoffe – aus. Auf lange Sicht werden Kryptowährungen dagegen vor allem dann beeinflusst, wenn diese Ereignisse in direkten Zusammenhang mit dem digitalen Ökosystem stehen, etwa durch die Nutzung zur Umgehung traditioneller Finanzkanäle oder für grenzüberschreitende Spendenaktionen.

    Korrelation zwischen den wichtigsten Anlageklassen / Quelle: AMINA BANK

    Beispielsweise fielen sowohl globale Aktienmärkte als auch Krypto-Märkte zu Beginn des Russland-Ukraine-Konflikts im Februar 2022 zunächst stark. Doch mit zunehmenden Sanktionen und Einschränkungen traditioneller Finanzkanäle stieg das Handelsvolumen von Kryptowährungen sprunghaft an – insbesondere bei BTC/RUB- und BTC/UAH-Paaren – da Einzelpersonen nach alternativen Möglichkeiten zur Wertübertragung und -aufbewahrung suchten.

    Berichten zufolge wurden über 136 Millionen USD an Krypto-Spenden an die Ukraine gesendet, hauptsächlich in Bitcoin und Ethereum, wobei die Spenden kurz nach Kriegsbeginn ihren Höhepunkt erreichten. Dies führte zu einem unmittelbaren Anstieg der grossen Kryptowährungen um 25%. Dieses Beispiel zeigt, dass digitale Assets bei kurzfristigen, ereignisbedingten Entwicklungen Rallyen erleben können, wenn sie als Mittel zur finanziellen Umgehung oder für humanitäre Hilfe genutzt werden.

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    Korrelation mit Aktien und Rohstoffen

    Trotz seiner einzigartigen Eigenschaften weist die Anlageklasse Kryptowährung eine moderate Korrelation (typischerweise 20-40%) mit Aktien auf. Das liegt wahrscheinlich daran, dass viele Investoren Kryptowährungen ähnlich wie Tech-Aktien behandeln – also entsprechend auf Markttrends, Risikosentiment und die Notwendigkeit reagieren, gehebelte Long-Positionen bei Marktverwerfungen zu schliessen. Infolgedessen kam es sowohl am sogenannten Zoll-Befreiungstag von Trump am 2. April als auch am vergangenen Wochenende zu abrupten, wenn auch kurzlebigen Korrekturen bei BTC und ETH. Im Gegensatz dazu bleibt die Korrelation von Krypto mit Rohstoffen wie Gold deutlich schwächer, was die unterschiedlichen Rollen im Portfolio widerspiegelt – Gold als klassischer sicherer Hafen, Krypto eher als spekulative oder wachstumsorientierte Anlage.

    Krypto-spezifische Markttreiber

    Im Gegensatz zu traditionellen Anlageklassen werden Kryptowährungen stark von branchenspezifischen Ereignissen beeinflusst, die sich überproportional auf Preise und Stimmung auswirken können. Zu den wichtigsten Treibern gehören:

    • Bitcoin-Halving: Das etwa alle vier Jahre stattfindende "Halving" reduziert die Rate, mit der neue Bitcoins generiert werden, was bei stabiler Nachfrage zu einer Angebotsverknappung und historisch zu steigenden Preisen geführt hat.
    • ETF-Einführungen: Die Zulassung von Spot-Bitcoin- oder Ethereum-ETFs brachte frisches institutionelles Kapital und Legitimität in den Markt.
    • Wichtige Netzwerk-Upgrades: Upgrades wie der "Merge" von Ethereum (Übergang zu Proof-of-Stake) oder das kürzlich implementierte Pectra-Upgrade beeinflussten sowohl die Nutzbarkeit als auch das Anlegervertrauen.
    • Wachstum von DeFi und Stablecoins: Die Expansion des dezentralen Finanzwesens und Stablecoins hat neue Anwendungsfälle und Liquiditätskanäle für Kryptowährungen geschaffen.
    • Regulatorische Entwicklungen: Änderungen in der Regulierung – ob positiv (Klarheit, Akzeptanz) oder negativ (Beschränkungen, Verbote) – sorgen ebenfalls für erhebliche Volatilität.

    Waffenstillstand

    Neben dem Verständnis von Kryptowährungen als wachstumsorientierte Anlage stellt sich für Investoren die grosse Frage, ob die Feindseligkeiten zwischen Iran auf der einen Seite und Israel sowie den USA auf der anderen Seite tatsächlich beendet sind.

    Auf einer grundsätzlicheren Ebene muss man sich fragen: Hat der Bombenangriff die erklärten Ziele erreicht und die Zielobjekte – wie von Trump behauptet – „ausgelöscht“? Sind Israel oder die USA überhaupt schon in der Lage, dies zu beurteilen? Sollte sich die Einschätzung über das iranische Atomprogramm ändern – würde dies einen weiteren Angriff der USA auslösen? Und wäre damit dann Schluss?

    Trotz eines weiteren Bombenangriffs Israels auf Teheran nach Trumps Ankündigung scheint der Waffenstillstand derzeit zu halten. Ein dauerhaftes Ende der Feindseligkeiten ist also weiterhin möglich.

    Risikomanagement

    „Buy the Dip“ – also das Kaufen bei Kurseinbrüchen nach politischen Ankündigungen oder militärischen Aktionen der Trump-Regierung – hat sich für Anleger in der Vergangenheit oft als erfolgreich erwiesen. Dennoch warnen führende Stimmen in der Finanzwelt vor einer „aussergewöhnlichen Gelassenheit“ an den Märkten. Auch wenn die Trump-Administration bemüht ist, die negativen Auswirkungen ihres Handelns auf die Märkte zu begrenzen, liegt die Kontrolle nicht immer in ihren Händen. Der letzte israelische Luftangriff ist ein gutes Beispiel dafür.

    Historisch gesehen unterlagen Kryptowährungen wie BTC langfristigen und teils drastischen Rücksetzern, wenn sich der Markttrend umkehrte. Es ist sinnvoll, sich dessen bewusst zu sein, wenn man in Phasen von Korrekturen die eigene Exponierung erhöht.

    Fazit

    Zusammenfassend lässt sich sagen: Der Krypto-Markt ist im Vergleich zu Gold und Aktienmärkten nach wie vor klein. Zwar reagiert er gelegentlich auf globale geopolitische Ereignisse – vor allem, wenn digitale Assets als Alternative zu traditionellen Finanzkanälen genutzt werden – aber der Markt wird hauptsächlich von branchenspezifischen Entwicklungen angetrieben. Die moderate Korrelation mit Aktien deutet darauf hin, dass Kryptowährungen derzeit eher als risikobehaftete Anlage denn als sicherer Hafen wahrgenommen wird. Der Kursverlauf wird dabei stark durch eigene Innovationszyklen und marktinterne Impulse geprägt.

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    Über den Autor

    Werner Broenimann
    • LinkedIn

    Werner ist ein erfahrener Finanzmarktexperte mit mehr als 20 Jahren Erfahrung in den Bereichen Kapitalmärkte, Financial Engineering und digitale Vermögenswerte. Er hat einen umfassenden Hintergrund in der Entwicklung innovativer Finanzprodukte und Plattformen, von traditionellen Derivaten bis hin zu DeFi-Lösungen. Heute ist Werner Investment Manager bei der AMINA Bank.

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