Market Maker (dt. = Marktmacher) spielen eine zentrale, oft wenig sichtbare Rolle an Finanz- und Kryptomärkten. Sie stellen kontinuierlich Kauf- und Verkaufsangebote und sorgen damit für Liquidität, stabile Preise und funktionierende Handelsplätze. Ohne Market Maker wären viele Märkte deutlich illiquider, volatiler und ineffizienter.
Ein Market Maker ist ein Akteur, der laufend Preise stellt und Handelsvolumen bereitstellt. Er ermöglicht reibungslosen Handel, reduziert Spreads und stabilisiert Märkte.
Was ist ein Market Maker?
Ein Market Maker ist ein professioneller Marktteilnehmer, der gleichzeitig Kauf- und Verkaufsangebote für ein bestimmtes Asset bereitstellt. Ziel ist es, jederzeit handelbare Preise zu stellen, sodass Marktteilnehmer sofort kaufen oder verkaufen können. Der Market Maker verdient typischerweise an der Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis, dem sogenannten Spread.Market Maker sind an klassischen Börsen, im Devisenhandel und zunehmend auch im Kryptomarkt aktiv.
In vielen Fällen handelt es sich um spezialisierte Handelsfirmen mit hohem technischem und finanziellem Aufwand.Market Maker stellen fortlaufend Limit Orders ins Orderbuch. Sie übernehmen dabei kurzfristig Preisrisiken, indem sie Assets aus dem eigenen Bestand kaufen oder verkaufen. Durch diese Aktivität erhöhen sie die Liquidität, verringern die Volatilität und sorgen für enge Spreads, was den Handel für alle Marktteilnehmer günstiger macht.
An regulierten Börsen werden Market Maker häufig vertraglich verpflichtet, Mindestliquidität oder bestimmte Marktzeiten abzudecken. Im Kryptomarkt übernehmen diese Rolle sowohl spezialisierte Firmen als auch automatisierte Systeme.
Market Maker im Kryptomarkt
Im Krypto-Sektor sind Market Maker besonders wichtig, da viele Token ohne aktive Liquiditätsbereitstellung kaum handelbar wären. Börsen arbeiten oft mit externen Market-Making-Firmen zusammen, um neue Listings liquide zu machen und extreme Preisschwankungen zu vermeiden. Zusätzlich existieren automatisierte Market Maker (AMMs) wie Uniswap, bei denen Liquidität nicht von einzelnen Firmen, sondern von Nutzern in Pools bereitgestellt wird. Dieses Modell ersetzt klassische Orderbücher durch mathematische Preisformeln.
Market Maker tragen Markt- und Inventarrisiken. Gleichzeitig stehen sie immer wieder in der Kritik, insbesondere im Kryptomarkt, wo Intransparenz, Interessenkonflikte oder unfaire Vorteile vermutet werden. In regulierten Märkten unterliegen Market Maker daher strengen Aufsichts- und Offenlegungspflichten. Ohne Market Maker wäre ein effizienter Handel kaum möglich. Sie sind ein zentraler Bestandteil funktionierender Märkte, auch wenn ihre Rolle für Endnutzer oft unsichtbar bleibt.













