Fussballbilder auf der Blockchain

Die Blockchain-Plattform Sorare hat die Vision, Fussballbilder mit der Blockchain-Technologie zusammenführen und ein Produkt bereitzustellen, von dem viele Menschen profitieren können. Unterstützt werden sie dabei von prominenten Investoren.

Die meisten Leute kennen die Fussballbilder-Sammelkarten oder hatten selbst schon welche. Nicolas Julia und Adrien Montfort möchten diese Karten digitalisieren und ausweiten: In einem Interview mit Krypto-Magazin spricht Nicolas Julia über die Anfänge des Projektes, wie er zu diesem Thema gekommen ist und wie sich das Projekt entwickelt hat.

Das Projekt Sorare

Nicolas Julia war Vizepräsident des operativen Geschäfts der französischen Blockchain-Firma Stratumn. Dort lernte er auch Adrien Montfort kennen, der damals ein Krypto-Engineering Team bei Stratumn geleitet hat. Im Sommer 2019 haben sie beschlossen, das Unternehmen zu verlassen, um gemeinsam ein Kryptoprodukt zu erschaffen, von dem viele Menschen profitieren: Sorare.

Sorare erwirbt bei den Fussballklubs die Bildrechte für die Spieler und verkauft die „Blockchain-Karte“ anschliessend gewinnbringend per Online-Auktion. Die Sammelkarten werden im Vergleich zu den klassischen Fussballbildern nicht in Überraschungspäckchen verkauft, sondern der Nutzer kann selbst entscheiden, auf welche Karte/Spieler er bieten möchte. Manche sehen die Karten auch als Wertanlage, da der Preis einer einzelnen Karte steigt aber auch sinken kann. Dank der Blockchain-Technologie ist immer dokumentiert, wer der Besitzer eines bestimmten Spielers ist.

Die Karten können aber nicht nur gesammelt werden, sondern auch in einem realitätsbasierten Wettbewerb eingesetzt werden. Die Spieler werden anhand ihrer Leistungen im realen Leben bewertet (beispielsweise gewonnene Zweikämpfe oder geschossene Tore) und dementsprechend bekommt die „Blockchain-Karte“ des Spielers Punkte. Der Nutzer, welcher am Ende des Spieltags am meisten Punkte gesammelt hat, erhält neue Karten.

Mehr über das Projekt

Unterstützt wird das Projekt unter anderem von Fussballweltmeister André Schürrle und dem prominenten Start-up-Investor Christian Miele. Gemeinsam mit weiteren Investoren haben sie zusammen vier Millionen Dollar in das Start-up investiert und glauben an die Zukunft des Projektes:

„Wir trauen Nicolas Julia zu, dass er den digitalen Sammlermarkt in Europa neu definiert. Langfristig werden alle Sportvereine mit Start-ups wie Sorare zusammenarbeiten. Sorare ermöglicht sowohl die Interaktion mit Fussballverrückten, wie auch mit geschickten Sammlern und Investoren.“ – Christian Miele

Im Dezember 2019 waren es noch 700 aktive Nutzer, heute sind es mehr als 3000. Auch der Umsatz ist von 30.000 Euro im Monat auf 350.000 Euro angestiegen. Grund hierfür ist, dass manche Menschen verrückt nach den Sammelkarten von Sorare sind und für begehrte Karten auch sehr viel Geld ausgeben. So wurde beispielsweise ein Unikat der Sammelkarte von Juventus-Star Christiano Ronaldo für 12.000 Euro verkauft, sagt Julia.

Inzwischen sind auch bereits 100 Fussballklubs aus der ganzen Welt auf der Plattform vertreten. Sorares Ziel ist es, das Projekt stetig weiterentwickeln und zusätzliche Ligen und Vereine auf der Plattform zu integrieren:

„Paris Saint-Germain ist der diesjährige Champions-League-Finalist mit unglaublichen Spielern im Team wie Neymar und Mbappé. Es ist eine Ehre, sie als 100. lizenzierten Club dabei zu haben. Paris Saint-Germain ist der sechstgrösste Verein der Welt und wenn so ein Weltklasse-Verein Teil des Spiels wird und darüber spricht, hilft das, die Aufmerksamkeit zu steigern und Menschen für die Vorteile einer Blockchain zu sensibilisieren.“ – Nicolas Julia

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Redaktion cvj.ch

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