Wochenrückblick Kalenderwoche 27 – 2021

Was hat sich diese Woche rund um Blockchain und Krypto-Währungen getan? Die relevantesten lokalen und internationalen Geschehnisse sowie ansprechende Hintergrundberichte pointiert und kompakt im Wochenrückblick.

US-Finanzdienstleister von digitalen Assets drängen an die Börse. Der angestrebte Börsengang des Unternehmens Circle bringt die Mitglieder des „USDC“-Zentralkonsortiums an den öffentlichen Markt. Der zweitgrösste an den US-Dollar gebundene Stablecoin, der gemeinsam mit der Krypto-Börse Coinbase verwaltet wird, hat stark an Popularität gewonnen. USDC ist derzeit die achtgrösste Kryptowährung nach Marktkapitalisierung. Unter den Stablecoins liegt sein Marktwert mit 26 Milliarden Dollar an zweiter Stelle, nach Tether (USDT) mit 62 Milliarden Dollar. Der vertrauenswürdige Pionier digitaler Währungen rechnet mit einer Versiebenfachung der aktuellen USDC-Marktkapitalisierung bis 2023. Das Geschäft wird mit 4.5 Milliarden US-Dollar bewertet.

Das Unternehmen Crypto Valley Venture Capital (CV VC) begann früh ein lokales Ökosystem für Startups zu begründen. Heute ist der Risikokapitalgeber integraler Bestandteil der Schweizer Krypto-Branche. Ende Mai schloss die Firma eine Finanzierungsrunde im Umfang von 13 Millionen Schweizer Franken ab. Mit dem neuen Kapital möchte CV VC sein Startup-Portfolio weiter ausbauen. Bisher hat der Risikokapitalgeber in 27 Blockchain-Startups aus der Schweiz, Europa, Amerika und Afrika investiert. Durch eine Niederlassung in Kapstadt treibt CV VC eine geografische Expansion an. Das Projekt wird vom Bund (SECO & EDA) begleitet und soll den Innovations-Hub international vorantreiben.

In der Vergangenheit betonte die deutsche Finanzaufsichtsbehörde (BaFin) ihre Besorgnis über die riskante und volatile Natur des Kryptomarktes. Nun hat die Behörde institutionellen Fonds die Erlaubnis erteilt, einen Teil ihrer Portfolios in Krypto-Assets zu investieren.  Zwar rät die Aufsichtsbehörde nach wie vor zur Vorsicht im Umgang mit Kryptowährungen, die neue Entwicklung soll jedoch zeigen, dass dem Wachstum der aufstrebenden Finanztechnologie Rechnung getragen wird. Darüber hinaus hat der deutsche Gesetzgeber im letzten Monat Unternehmen erlaubt, Blockchain-basierte Schuldverschreibungen auf den Markt zu bringen. Diese Massnahmen helfen der DACH-Region, sich zu einem führenden Innovationsstandort zu entwickeln.

Die grösste Kryptobörse Binance wurde vor Kurzem von Regulierungsbehörden aus verschiedenen Jurisdiktionen unter die Lupe genommen. Dabei wurden Warnungen auf den Cayman Islands, in der kanadischen Provinz Ontario, in Südafrika und in Japan ausgesprochen. Der britische Regulator stellte zudem fest, dass Binance Markets Limited „nicht berechtigt ist, eine regulierte Tätigkeit in Grossbritannien auszuüben“. Das Land hat seit einiger Zeit ein Verbot für Anbieter von Kryptoderivaten erlassen. Die englische Grossbank Barclays blockierte jüngst Einzahlungen auf die Krypto-Börse, „zum Schutz“ seiner 24 Millionen Kunden. Der Schritt wurde von einem Teil der Kundschaft äusserst kritisch auf sozialen Medienkanälen kommentiert.

Ausserdem: Das wachsende Interesse an Kryptowährungen hat die philippinische Börse (PSE) motiviert, digitale Währungen als Anlageklasse zu akzeptieren. PSE will die primäre Handelsplattform für Krypto-Assets im Land werden. Gemäss der Börse seien die Voraussetzungen in puncto Sicherheitsvorkehrungen und Anlegerschutz gegeben. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Regulierungsbehörde entscheiden wird. Die Regierung hat ihre Bemühungen im Krypto-Bereich in der Vergangenheit mit dem Ziel verstärkt, Innovationen zu fördern und gleichzeitig die Risiken für potenzielle Investoren zu begrenzen. Zudem kündigte die philippinische Zentralbank an, alle Krypto-Transaktionen als Überweisungsdienste zu behandeln. Auch gegenüber der Einführung einer digitalen Zentralbankwährung (CBDC) ist die Notenbank nicht abgeneigt.


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