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    US-Retailbank erlaubt Krypto-Käufe aus dem Zahlungskonto

    US-Retailbank erlaubt Krypto-Käufe aus dem Zahlungskonto

    von Redaktion cvj.ch am 3. September 2021 News

    Die Vast Bank ist die erste staatlich anerkannte Bank in den USA, die direkt von einem Girokonto aus die Möglichkeit bietet, Kryptowährungen zu kaufen, zu verkaufen und zu verwahren. Nach den Grossbanken wie JPMorgan & Co. wagen sich auch Retailbanken in den Bereich.

    Kunden der Vast Bank können laut einer Ankündigung direkt von einem FDIC-versicherten Zahlungskonto aus mit Kryptowährungen handeln. Die bisher ungesehene Möglichkeit, digitale Assets innerhalb einer Retailbank zu kaufen, zu verkaufen und zu verwahren, wurde vom Office of the Comptroller of the Curre (OCC) genehmigt und mit dem Federal Reserve diskutiert, berichtet Forbes.

    Vast Bank arbeitet mit Coinbase und SAP

    Die Vast Bank ist eine 39 Jahre alte nationale Bank in Familienbesitz, die nun überzeugt ist, dass die neue Technologie den Kunden unterstützt und die Finanzdienstleistungsbranche stark verändern wird. Dies auf eine Art und Weise, wie es zuvor in der Finanzdienstleistungsbranche nicht möglich war.

    "Das ist eine grossartige Nachricht für die Krypto-Community. In der Vergangenheit war es für Unternehmen mit digitalen Vermögenswerten schwierig, überhaupt Bankdienstleistungen zu erhalten - geschweige denn eine Bank zu haben, die digitale Vermögensdienstleistungen anbietet. Ich betrachte dies als einen Schritt in die richtige Richtung, und vermute, dass wir in Zukunft mehr Bank-/Digital-Asset-Unternehmungen sehen werden" - Judith Rinearson, Rechtsexpertin und Partnerin bei K&L Gates

    Ermöglicht wurde diese Einführung durch starke Partner. SAP gilt zumindest historisch gesehen als eines der grössten Unternehmen der Welt, das unterschiedliche Dienstleistungen für die Finanzdienstleistungsbranche erbringt. Krypto-Börse Coinbase kam durch einen FinTech-Kontakt in die Runde. Zusammen halten sie es für eine gute Gelegenheit, diverse Kundensegmente und Arten von Kunden zu bedienen. Coinbase unterstützt Vast seit Februar darin, Leute zu ermutigen über die Verwahrungsmöglichkeiten zu sprechen.

    Leichte Verwahrung von Kryptowährungen

    Staatlich regulierte Banken könnten dazu dienen, Kryptowährungen unter mehr Menschen zu bringen. Nicht jeder hat die Zeit oder das Interesse, selbst zu lernen, wie die digitalen Werte bestmöglich gekauft und verwahrt werden. Angesprochen werden zurzeit diejenigen, die neugierig auf Kryptowährungen sind, es aber vorziehen mit einer Bank oder einem Vermittler zusammenzuarbeiten.

    "Es gibt viele verschiedene Kunden, die alles kontrollieren und ihre eigene Wallet und ihre eigenen Passcodes haben wollen. Dann gibt es diejenigen, die neugierig auf Kryptowährungen sind und es vielleicht vorziehen, mit einer Bank oder einem Vermittler zusammenzuarbeiten, einfach weil sie es noch nicht ganz verstehen." - Brad Scrivner, CEO Vast Bank N.V.

    Scrivner führte die agile Umstellung auf das Kryptowährungs-Angebot darauf zurück, dass damit die aktuellen Anforderungen der Kunden erfüllt werden können, aber auch darauf, dass man mit Blick auf die künftige Nachfrage relevant bleibt. Er hat den Aktionären der Bank zudem spezielle Krypto-Anwendungsfälle, wie grenzüberschreitende Zahlungen mit nahezu sofortiger Endabrechnung und den 24/7 Devisenhandel vorgestellt. Der CEO ist sich sicher, dass eine nationale Bank der beste Ort für den Handel mit Kryptowährungen ist.

    Kundeninteresse an Kryptowährungen

    Eine interne Umfrage bei Vast ergab, dass mehr als 60 Prozent der Kunden an Bitcoin und anderen Kryptowährungen interessiert sind. Sie gaben dabei auch an, dass sie eine Bank haben wollen, die an der Verwahrung von Kryptowährungen beteiligt ist. Neben Bitcoin gehören Ethereum, Cardano, Filecoin, Litecoin, Orchid, Algorand und Bitcoin Cash zu den acht Kryptowährungen, die direkt gekauft werden können.

    Die Vast Bank will damit vorallem auch die frühen Unterstützer der Krypto-Szene ansprechen. Es gäbe eine Menge neuer Vermögender, die ihr Vermögen auf dem Rechner gerne einem traditionellen Unternehmen in die Obhut geben möchten, um nachts besser schlafen zu können. Es ist das Äquivalent davon, dass das Haus, mit dem Geld unter der Matratze, abbrennen könnte. Das sei der Grund, warum so viel Interesse an einer nationalen Bank besteht. Die Menschen hätten es laut Scrivner satt, ihr Geld im Hinterhof zu vergraben und haben Angst, dass es gestohlen werden könnte.

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    Über den Autor

    Redaktion cvj.ch
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    Die Redaktion des Crypto Valley Journal berichtet seit 2018 aus Zug, dem Sitz des Schweizer Crypto Valley, über Bitcoin, Krypto, Blockchain und die regulatorische Entwicklung digitaler Vermögenswerte. Hinter der kollektiven Redaktionsstimme steht ein Team aus Autoren mit Hintergrund in Finanzmarkt, Recht und Technologie.

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