Libra aus dem Hause Facebook will sich von der Schweizer Finma beaufsichtigen lassen

Immer weitläufiger gestalten sich die Diskussionen rund um das neue Währungsprojekt von Facebook. Zwei US-Kongressausschüsse beschäftigten sich diese Woche mit Libra, US-Finanzminister Mnuchin gibt bereits Warnschüsse ab.

In einer nicht angekündigten Pressekonferenz hat sich der amerikanische Finanzminister Steven Mnuchin am Montag zum Facebook Libra Projekt geäussert und vor diesem gewarnt.

Viele regulatorische und aufsichtsrechtliche Fragen rund um die virtuellen Vermögenswerte sind ungeklärt, so Mnuchin. Geldwäscher, Terrorismusfinanzierer und andere Kriminelle können diese Schwachstellen zum Missbrauch nutzen.

Kurz vor dieser Pressekonferenz fand auch die schriftliche Erklärung von David Marcus Gehör, dieser ist der Chef der Facebook-Tochter Calibra und besitzt einen Schweizer Pass. Die Erklärung soll die Kritiker beschwichtigen, die Einführung von Libra muss mit Geduld und gründlich angegangen werden. Vor der Einführung soll dies durch eine breite, ausführliche und genaue Überprüfung durch Regulatoren und Zentralbanken gewährleistet werden.

Der Ex-Paypal Chef stellt weiterhin klar, dass sich der Verein hinter Libra lizenzieren, regulieren und beaufsichtigen lässt. Der Verein, welcher im schweizerischen Genf beheimatet ist, soll dementsprechend von der schweizerischen Finanzmarktaufsicht (Finma) beaufsichtigt werden. Gespräche mit der Finma haben von seitens Facebook schon stattgefunden, es soll wohl ein angemessener regulatorischer Rahmen für Libra entworfen werden.

Mnuchin hat auf der Pressekonferenz keinen wirklichen Bezug zu den Erläuterungen von Marcus genommen, betont aber, dass Facebook eine hohe Hürde bezüglich den Sicherheitsvorschriften der digitalen Währung erwarten kann. Zusätzlich will der Finanzminister Libra und Kryptowährungen im Allgemeinen auch beim G-7-Treffen in Frankreich thematisieren.

Ein weiterer Beweis dafür, dass Kryptowährungen und die Technologie dahinter immer mehr polarisieren. Nach den negativen Äusserungen von Trump in der letzten Woche sind die Stimmen der Kritiker in Washington damit nochmals lauter geworden.

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