Die Bitcoin-Treasury-Firma Strategy, geführt von Michael Saylor, hat in einer intensiven Kaufwoche Bitcoin im Wert von rund 2.13 Milliarden US-Dollar erworben - der grösste Zukauf seit Juli 2025. Zwischen dem 12. und 19. Januar 2026 kaufte das Unternehmen 22’305 BTC.
Strategy finanzierte den Grossteil der Käufe über ein At-the-Market-Aktienverkaufsprogramm und hat den Bestand an Bitcoin damit weiter ausgebaut. Die Transaktion erfolgte in einem Marktumfeld, in dem der Bitcoin-Preis zeitweise gefallen ist und die Aktien des Unternehmens unter Druck standen, wie Bloomberg berichtet.
Kontinuierliche Akkumulation trotz Marktvolatilität
Die jüngste Kaufwelle der Firma, die früher als MicroStrategy bekannt war, erfolgte vor dem Hintergrund eines leicht rückläufigen Bitcoin-Preises, der zeitweise unter 90’000 US-Dollar notierte. Zwischen dem 12. und 19. Januar 2026 erwarb Strategy insgesamt 22’305 BTC, was etwa 2.13 Milliarden US-Dollar entspricht. Diese Käufe sind die grössten in einem Zeitraum von rund sieben Monaten und zeigen, dass das Unternehmen seine langfristige Positionierung nicht aufgibt, selbst wenn der Kryptomarkt kurzfristig schwächelt.
Die Käufe wurden überwiegend durch Erlöse aus dem At-the-Market-Programm finanziert, bei dem Aktien des Unternehmens fortlaufend am Markt platziert werden, um Kapital für Bitcoin-Akkumulation zu generieren. Der Gesamtbestand von Strategy liegt damit bei rund 709’715 Bitcoin, womit das Unternehmen zu den grössten bekannten Corporate-Horten von BTC zählt.
Finanzielle Auswirkungen und Marktreaktion
Trotz der aggressiven Akkumulationsstrategie reagierten sowohl der Aktienkurs von Strategy als auch der Bitcoin-Preis kurzfristig negativ: Die Unternehmensaktie fiel am Tag der Veröffentlichung um mehrere Prozent, während Bitcoin zeitweise unter Abgabedruck geriet.
Strategy hat sich in den vergangenen Jahren systematisch von einem klassischen Software-Unternehmen zu einer Art „Bitcoin-Treasury-Company“ gewandelt, bei der Bitcoin-Horten den Kern der Geschäftsausrichtung darstellt. Diese Transformation begann bereits im Jahr 2020 und hat das Geschäftsmodell des Unternehmens tiefgreifend verändert: Statt traditioneller Quartals-Performance wird der Fokus auf Bitcoin-pro-Aktie-Wachstum gelegt.
In der Gesamtbilanz hält Strategy heute mehr Bitcoin als die meisten anderen nicht-staatlichen Akteure weltweit. Mit einem Bestand von über 700’000 BTC repräsentiert das Unternehmen einen signifikanten Teil der insgesamt verfügbaren Bitcoin-Menge und gilt als wichtigster institutioneller Akteur für die Integration von Kryptowährungen in die Bilanzen öffentlicher Unternehmen.
Bedeutung für den Kryptomarkt
Der massive Zukauf durch Strategy fällt in eine Phase, in der institutionelle Akteure weiterhin nach Möglichkeiten suchen, Bitcoin als Absicherungs- und Reservemittel zu nutzen. Solche Käufe können das Angebot auf dem Markt weiter verknappen, da grosse Corporate-Halter wie Strategy Bitcoin effektiv aus dem Umlauf nehmen und langfristig halten. Gleichzeitig reflektiert diese Entwicklung ein starkes Vertrauen in Bitcoin als langfristiges Asset, selbst in einem Umfeld, in dem makroökonomische Risiken und regulatorische Unsicherheiten nach wie vor präsent sind.
Strategys Engagement ist somit nicht nur eine finanzielle Entscheidung, sondern auch ein strategisches Statement, das weit über die Bilanzkennzahlen hinaus Wirkung entfaltet - sowohl beim Unternehmen selbst als auch im weiteren institutionellen Umgang mit digitalen Assets.







