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    Sie sind hier:Home » Aktuell » News » Ehemaliger FTX-CEO Sam Bankman-Fried (SBF) in den Bahamas verhaftet
    SBF Berufung abgewiesen: Das US-Berufungsgericht bestätigt die 25-Jahres-Haftstrafe von Sam Bankman-Fried wegen FTX-Betrugs einstimmig.

    Ehemaliger FTX-CEO Sam Bankman-Fried (SBF) in den Bahamas verhaftet

    von Redaktion cvj.ch am 13. Dezember 2022 News

    Ein Monat nach der Kapitel 11 Insolvenzanmeldung des FTX-/Alameda-Konstrukts haben Behörden in den Bahamas den Gründer und ehemaligen CEO Sam Bankman-Fried festgenommen. Die Verhaftung erfolgte einen Tag vor den geplanten Anhörungen im US-amerikanischen Kongress.

    Die Staatsanwaltschaft des südlichen Distrikts von New York teilte eine versiegelte Anklageschrift mit der bahamaischen Regierung und schuf damit die Voraussetzungen für die Auslieferung und den US-Prozess gegen den einstigen Krypto-Milliardär. Die lokalen Behörden handelten rasch und verhafteten Sam Bankman-Fried (aka SBF) noch am selben Tag in der Hauptstadt Nassau. Seine Verhaftung ist der erste konkrete Schritt der Aufsichtsbehörden, um Einzelpersonen für die milliardenschwere Implosion von FTX zur Verantwortung zu ziehen.

    Diverse Betrugsklagen gegen den ehemaligen FTX-CEO

    Vor der Bekanntgabe der Verhaftung hatte man erwartet, dass SBF virtuell vor dem Ausschuss für Finanzdienstleistungen des Repräsentantenhauses aussagen würde. Ein Entwurf seines vollständigen Zeugnisses sickerte jedoch zu Medienrepräsentanten durch und wurde kurz nach Bankman-Frieds Festnahme von Forbes veröffentlicht. Neue Erkenntnisse hätte der US-Kongress ohnehin nicht erhalten. Im enthüllten Entwurf wiederholte der ehemalige FTX-CEO lediglich seine "Bankrun"-Erklärung des Kollapses und feuerte gegen Binance-CEO Changpeng Zhao ("CZ") sowie den FTX-Insolvenzleiter John Ray - der in verschiedensten Aussagen vor dem Repräsentantenhaus die erschreckenden Unternehmenspraktiken der Kryptobörse aufdeckte.

    In einer Klage der New Yorker Behörden werden ihm unter anderem folgende Anklagepunkte zur Last gelegt: Überweisungsbetrug, Verschwörung zum Überweisungsbetrug, Wertpapierbetrug, Verschwörung zum Wertpapierbetrug und Geldwäscherei. Die Anklageschrift solle in den kommenden Tagen entsiegelt werden. Zwischenzeitlich hat die US-Börsenaufsichtsbehörde (Securities and Exchange Commission, SEC) ein separates Verfahren gegen Bankman-Fried eingeleitet. Dieses bezieht sich auf "Verstösse gegen unsere Wertpapiergesetze, die Morgen im südlichen Bezirk von New York öffentlich bekannt gegeben werden", so der Leiter der Durchsetzungsabteilung, Gurbir Grewal.

    Gurbir Grewal: We commend our law enforcement partners for securing the arrest of Sam Bankman-Fried on federal criminal charges. The SEC has authorized separate charges relating to his violations of securities laws, to be filed publicly tomorrow in SDNY. https://t.co/ON0LgY4mf4

    — U.S. Securities and Exchange Commission (@SECGov) December 13, 2022

    Auslieferung in die Vereinigten Staaten

    Der Generalstaatsanwalt der Bahamas bestätigte, dass die Vereinigten Staaten "wahrscheinlich seine Auslieferung beantragen werden." Die bahamaische Polizei bestätigte seine Verhaftung und teilte mit, dass schon bald vor einem Gericht in Nassau erscheinen werde. Die Bahamas und die Vereinigten Staaten hätten ein gemeinsames Interesse daran, alle Personen, die mit FTX in Verbindung stehen und möglicherweise das Vertrauen der Öffentlichkeit missbraucht und gegen das Gesetz verstossen haben, zur Rechenschaft zu ziehen.

    Zwischen den Bahamas und den Vereinigten Staaten besteht seit Anfang des 20. Jahrhunderts ein Auslieferungsabkommen. Der aktuelle Vertrag wurde 1990 unterzeichnet und verlangt, dass die ersuchende Partei einen von einem Richter oder einer "anderen zuständigen Behörde" ausgestellten Haftbefehl vorlegt. Eine Auslieferung in die Staaten wäre nun gerechtfertigt. Nichtsdestotrotz werden auch die Bahamas ihre behördlichen und strafrechtlichen Ermittlungen zum FTX-Zusammenbruch fortsetzen und "weiter mit den Strafverfolgungs- und Regulierungsbehörden in den Vereinigten Staaten und anderswo zusammenarbeiten."

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    Die Redaktion des Crypto Valley Journal berichtet seit 2018 aus Zug, dem Sitz des Schweizer Crypto Valley, über Bitcoin, Krypto, Blockchain und die regulatorische Entwicklung digitaler Vermögenswerte. Hinter der kollektiven Redaktionsstimme steht ein Team aus Autoren mit Hintergrund in Finanzmarkt, Recht und Technologie.

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