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    Fragen an Sachverständige im deutschen Bundestag zum aktuellen Thema „Digitale Währungen“

    von Redaktion cvj.ch am 8. Oktober 2019 Köpfe

    Letzte Woche berichteten wir über die erste Anhörung im deutschen Bundestag zum Thema "Digitale Währungen". Dazu haben wir der geladenen Sachverständigen Prof. Dr. Michaela Hönig ein paar Fragen gestellt.

    Frau Hönig, wie schätzen Sie die aktuelle Lage im Zusammenhang mit Kryptowährungen im generellen ein. Ist das ein Thema welches die Finanzwelt revolutioniert, oder doch eher heisse Luft?

    Digitale Währungen und Kryptowährungen sind als digitale Recheneinheiten anzusehen. Die Funktionen der Wertaufbewahrung und Zahlungsfunktion erfüllen sie nur bedingt. Bisherige Kryptowährungen haben keinen intrinsischen Wert – auch Bitcoin nicht. Bei LIBRA sind die Ausgestaltungen durchdachter. Anders als bei bisher bekannten Kryptowährungen soll Libra einen intrinsischen Wert haben um die Kursvolatilität niedrig zu halten. Der Libra Coin soll durch eine Reserve gestützt werden, die aus Einlagen und kurzfristigen Staatsanleihen besteht. Wenn Libra über die Reserve an einer staatlichen Währung gekoppelt ist, wäre auch die Inflationsbewegung eins zu eins. Es ist davon auszugehen, dass eine private Währung von einer privaten "Association" Interessen hat, die vom Gemeinwohl weiter entfernt sind, wie die Interessen einer Zentralbank. Deshalb bestehen bei Libra wesentlich mehr Risiken als bei den herkömmlichen Kryptowährungen.

    Bitcoin ist bekanntlich die am weitesten verbreitete Krypto-Währung. Wie ist Ihre Meinung zu Bitcoin?

    Ich war immer schon ein Kritiker von Bitcoin und von Anfang an skeptisch und betrachte es nur als heiße Luft. Ich habe 2017 untersucht, ob von Bitcoin die Gefahr einer Blase bzw. ob Risiken für das Finanzsystem bestehen - beide Fragen sind mit nein zu beantworten.

    Neben Bitcoin gibt es ja bekanntlich die Kategorie «stable coins» in welcher auch Libra mitspielen will. Wie würden Sie die aktuelle und zukünftige Situation hinsichtlich Regulierung dieser neuen «kommerziellen» Krypto-Währungen beurteilen. Werden wir bald alle mit Stablecoins statt Kreditkarte bezahlen?

    Ich spreche mich für eine umfassende Regulierung von Libra aus. Ohne eine Regulierung kann eine systemische Gefahr für den Finanzsektor entstehen. Die Libra Association kann durch die Eins-zu-eins-Deckung in kurzer Zeit zu einer der weltweit größten Vermögensverwalter und somit zu einem "too big to fail" Akteur werden. Sie muss entsprechend wie ein vergleichbares Kreditinstitut oder ein Zahlungsverkehrsdienstleister dieser Größenordnung reguliert und aufsichtsrechtlich überwacht werden.

    Stablecoins werden kommen. Wir sind momentan noch in den Kinderjahren aber mit der entsprechenden Regulierung und wachsendem Datenschutz und Ausreifung des Produktes werden sich Stablecoins durchsetzen.

    Können als Alternative zu den «kommerziellen Stablecoins», staatliche von Zentralbanken ausgegebene Coins (CBDC) eine zukünftige Rolle spielen?

    Ja – digitales Zentralbankgeld ist auch nach Aussage der EZB in Prüfung, wie es am besten an die Bevölkerung ausgegeben werden kann.

    Wie ist Ihre generelle Einschätzung bezüglich Regulierung von Kryptowährungen? Sollte man diese vorantreiben oder eher restriktiv mit gar teilweisen Verboten angehen?

    Ich bin hier sehr restriktiv und vertrete die Meinung: Same Business, same Risk, same Rules. Die Akteure (Kryptobörsen, Vermittler, Miner, Libra-Association) sollten den gleichen aufsichtsrechtlichen Normen unterliegen und diese erfüllen wie Kreditinstitute und Zahlungsverkehrsdienstleister. Dies bedingt auch einer nationalen oder internationalen Aufsicht für Kryptowährungen und Institutionen die diese anbieten.

    Die Regulierung muss unbedingt erfolgen und zwar global. G7/G20 reicht nicht aus.

    Haben Sie persönlich schon mal mit Krypto-Währungen hantiert?

    Ja – ich habe seit 2016 bei zwei großen Kryptobörsen ein Wallet. Ich habe aber immer nur mit Kleinstbeträgen gehandelt um in erster Linie den ganzen Prozess und den Ablauf dahinter zu verstehen.

     

    Prof. Dr. Michaela Hönig ist Sachverständige im Deutschen Bundestag zum Thema "Digitale Währungen".
    Sie ist ausserdem Lehrbeauftragte für allgemeine Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Finanzwirtschaft und Asset Management.
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    Über den Autor

    Redaktion cvj.ch

      Die CVJ Redaktion besteht aus einem Team von Blockchain Experten und informiert täglich und unabhängig über die spannendsten Neuigkeiten.

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