Wöchentliche Bitcoin USD Chart Analyse Kalenderwoche 17 – 2021

Bitcoin USD tägliche Basis

Bitcoin USD Chartanalyse – Nach Korrektur zurück an 50 DMA

Die Berichtswoche war durch eine Gegenbewegung der über 11 Tage andauernden Korrekturphase nach dem Erreichen des jüngsten Allzeithochs geprägt. Am Sonntagabend markierte der Bitcoin Preis mit 47’000 USD den Tiefpunkt dieser Korrektur. Bereits am Montag konnte eine deutliche Gegenbewegung verzeichnet werden, welche den Bitcoin Kurs zum Tagesschluss knapp unter 54’000 USD zurückführte. Bis und mit Donnerstag fand eine Konsolidierung auf dem rückeroberten Terrain rund um 55’000 USD statt. Am Freitag folgte eine erneute Aufwärtsbewegung, die den Preis bis an 57’770 USD heranführte und damit an die ersten Widerstandszonen, welche sich über die letzten 7 Wochen gebildet hatten. Am Samstag ging der Markt nahezu unverändert zum Vortag in den sonntäglichen Handel über. Zum Wochenschluss waren leichte Abgaben zu beobachten, die den Bitcoin Preis rund um 56’000 USD die Handelswoche abschliessen liessen.

Abnehmende Dynamik des Aufwärtstrends seit Jahresbeginn

Bitcoin USD

Rückblick Tagesintervall

Nach dem Kurssturz von Mitte März 2020 etablierte sich eine veritable Gegenbewegung. Diese führte bis an die Widerstandszonen oberhal 10’000 USD. Nach einer ersten Zurückweisung und einer knapp zweimonatigen Konsolidierungsphase folgte am 27. Juli ein Durchbruch durch die fundamentale Widerstandszone, welche sich seit August 2019 etablierte und Bitcoin bis dato bereits einige male scheitern liess.

Interessant war die Widerstandszone um 10’000 USD in mehrfacher Hinsicht. Zum einen befindet sich hier der 0.618 Fibonacci Punkt der gesamten Abwärtsbewegung, welche Ende Juni 2019 knapp unter 14’000 USD eingeläutet wurde. Zum anderen fungierte die Zone rund um 10’000 USD gleichzeitig als Bestätigung des nach wie vor bärischen Trends von tieferen Höchstkursen seit Dezember 2017 (siehe Makrosicht auf Wochenbasis). Bitcoin konnte sich seit Ende Juli 2020 oberhalb des neu geschaffenen Supports im Bereich 10’000 USD etablieren und lieferte mit dem Bruch der Widerstandszone um 12’200 USD gegen Ende Oktober 2020 eine erste Bestätigung einer Trendumkehr. In den Folgewochen akzentuierte sich der positive Trend und führte Bitcoin eingangs November 2020 durch die 14’000er Widerstände und anfangs Dezember erstmalig nahe an die damaligen Allzeithöchststände um 20’000 USD, welche seit der Hausse 2017 für 158 Wochen unberührt blieben.

Seit dem Ausbruch durch die wichtigen 14’000er Widerstände anfangs November geht es Schlag auf Schlag. Mit dem Durchbruch durch das alte Allzeithoch bei 20’000 USD kam es zu einer starken Akzentuierung des Aufwärtstrends, welche den Bitcoin Preis am 14. April sein neues Allzeithoch knapp unter 65’000 USD markieren liess. Die rasante Aufwärtsbewegung war bis anhin von 3 Korrekturen geprägt, die jeweils um den 50 Tagesdurchschnitt (hellblaue Linie) ihren Tiefpunkt fanden. Die vierte Korrektur am 18. April führte nun erstmalig deutlich darunter und so kam es auch zu einer Verletzung der Trendlinie, welche durch die jeweiligen Tiefstkurse seit Jahresbeginn entstanden ist.

Ausblick

Mit der aktuellen Korrektur verlässt Bitcoin den unteren Bereich des Kanals und somit seine seit Ende Januar geformte Trendlinie, welche seither den Aufwärtstrend definierte. Auch kam es seit Oktober 2020 erstmals zu einem nachhaltigen Bruch des 50 Tagesdurchschnitts (hellblaue Linie), welcher bisher als guter Indikator der seit November gestarteten bullishen Phase diente. Die Struktur des temporeichen Aufwärtstrends ist somit gebrochen. Das abnehmende Momentum ist u.a. gut sichtbar am täglichen RSI Indikator. Auch das Verlassen der Parabola im wöchentlichen Intervall (siehe Makro) spricht diese Sprache. In erster Linie muss das noch kein Anzeichen einer Trendumkehr bedeuten, allerdings dürften die Bären zukünftig wieder öfter ein Wörtchen im Marktgeschehen mitzureden haben.

Nach der erfolgreichen Verteidigung der Supportzone 48’000 – 50’000 USD dient unmittelbar der Widerstandsbereich um 60’000 USD (rot) als Indikator der Stärke der jüngsten Aufwärtsbewegung. Ein Rückfall unter 52’000 USD würde diese im Keim ersticken und die Gefahr für eine erneute Korrektur erhöhen. In diesem Szenario ist im Gebiet 45’000 USD respektive 41’000 USD mit erweiterter Unterstützung zu rechnen. Betrachtet man die Struktur in einem erweiterten Zeithorizont, zeichnet sich eine Verletzung des bullishen Sentiments und damit eine potenzielle Trendumkehr unterhalb von 37’500 USD ab (siehe nächster Abschnitt).

Makro: Ende der parabolischen Preisfindung

Bitcoin USD

Bitcoin konnte 2020 im wöchentlichen Intervall erstmalig oberhalb von 10’000 USD einen höheren Höchstkurs setzen, welcher den vorherrschenden bärischen Trend seit Dezember 2017 gebrochen hat. Damit wurde die Serie von tieferen Höchstkursen, die sich über 135 Wochen hinzog, unterbrochen (1).

Seit dieser ersten Überwindung des bärischen Trends verdichteten sich die Anzeichen für eine valable Trendumkehr. Mit dem Durchstoss durch wichtige Widerstandszonen und einer kontinuierlichen Entwicklung oberhalb des 21 Wochendurchschnitts (2) stiegen zusehends die Wahrscheinlichkeiten für ein erneutes Erreichen des 2017/18 geschaffenen Allzeithochs. Dies wurde Mitte Dezember 2020 vollzogen. Seither findet eine stark akzentuierte Preisfindung oberhalb dieser Marke statt.

Mit den Preisbewegungen im vergangen Jahr wurde ein gutes Fundament geschaffen, um nachhaltig neue Sphären jenseits der 2017 erreichten Allzeithöchstkurse zu erklimmen. Der Bruch der 20’000 USD Marke führte eindrücklich die Kraft der sich seit Oktober etablierenden Aufwärtsbewegung vor. Bitcoins beobachtbarer parabolischer Preisfindungsmodus (gelb) hat zuletzt ein Ende gefunden. Fortan ist mit einer Verlangsamung der Aufwärtsbewegung zu rechnen, welche weiterführende und länger andauernde Korrekturen wahrscheinlicher macht.

Bei einer fortgesetzten Preiskorrektur wird eine Respektierung der zuvor geschaffenen Unterstützungen (grün) über die nächsten Wochen/Monate erforderlich, um die eingeleitete Preisfindungsphase nachhaltig zu gestalten. Zu beobachten bleibt vorerst die Supportzone um 45’000 USD, die durch die Tiefstkurse von Februar und März definiert wurde. Knapp darunter befindet sich zudem der 21 Wochendurchschnitt (2), welcher bisher zuverlässig Bullen und Bärenphasen deuten konnte. Die Region 37’000 – 39’000 USD dient als letzte Bastion der Bullen mit zu Jahresbeginn gebildeten Unterstützungen sowie dem 0.618 Fibonacci Punkt, welcher sich seit dem Durchbruch des alten drei Jahre andauernden Allzeithochs und dem neuen Allzeithoch berechnet.

 


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