VeChain und BMW entwickeln Auto-Sicherheitsplattform

VeChain – die öffentliche Blockchain-Plattform – hat in Zusammenarbeit mit dem deutschen Automobilhersteller BMW beschlossen, eine Auto-Sicherheitsplattform zu entwickeln, die Fahrzeugdaten fälschungssicherer machen soll.

Die bereits bestehende Partnerschaft zwischen dem Automobilgiganten BMW und VeChain erreicht ein neues Hoch. Nach dem erfolgreichen Abschluss des BMW-Programms, bekannt als Start-up Garage, scheint VeChain seine Partnerschaft mit dem Automobilkonzern weiter zu führen, berichtete das Unternehmer-Magazin Fuchsbriefe.

Eine App, basierend auf der Blockchain-Technologie

Die neue App, VerifyCar, wird eine dezentralisierte Applikation sein, die auf der VeChain-Blockchain gebaut wird. Sobald die neue Auto-Sicherheitsplattform installiert sei, so VeChain, werde sie in der Lage sein, wichtige Daten wie Kilometerstand, Reparaturen und zusätzliche Dienstleistungen eines Fahrzeugs zu erfassen. Diese Daten würden dann automatisch verschlüsselt auf die Blockchain hochgeladen werden. Die App funktionert also wie ein „digitaler Pass“, der nicht manipuliert werden kann.

Darüber hinaus wird die neue App auf der VeChainThor-Blockchain basieren, die sich laut eigenen Angaben durch ein Höchstmass an Sicherheit und Datenschutz auszeichnet. Um die App freizuschalten, hat BMW angekündigt, dass die gesammelten Daten von den Besitzern des Fahrzeugs selbst kontrolliert werden.

Gänzliche Kontrolle über Datentausch

Entscheiden sich Nutzer dazu, sich bei der App anzumelden, haben diese das uneingeschränkte Recht zu bestimmen, wem welche Informationen zur Verfügung gestellt werden. Was effektiv in der öffentlichen Blockchain gespeichert wird, ist eine Referenz der Daten als „digitaler Fingerabdruck“. Dieser kann dann verwendet werden, um die Authentizität zu verifizieren. Die eindeutigen Daten selbst bleiben also im Fahrzeug des Besitzers und können nicht von jedem abgerufen werden.

Ein wichtiger Aspekt, auf den die deutschen Autohersteller hinweisen, ist die Speicherung von Fahrleistungen auf der Plattform. Diese soll angeblich immer in Echtzeit erfolgen. Um die Daten zu speichern, hat BMW nach eigenen Angaben Hardware gebaut, die die Daten sammelt und automatisch als Referenz an die VeChain-Blockchain sendet. Diese Daten, wie beispielsweise Reparaturdetails und Kilometerstand, können einem Mechaniker in der Werkstatt oder einem beabsichtigten Käufer gezeigt werden.

Betrug wird fast unmöglich

Kilometergeldbetrug ist ein weit verbreitetes Problem. Der IT-Leiter der BMW Group Singapore Cihan Albay erklärte letztes Jahr am „VeChain Summit“, in Deutschland habe jeder dritte verkaufte Gebrauchtwagen einen manipulierten Kilometerzähler. Die durchschnittliche Auswirkung auf den Preis eines Fahrzeugs beträgt laut ihm 3.000 Euro, und der jährliche Gesamtschaden beläuft sich auf 6 Milliarden Euro.

Die VerifyCar App möchte genau dies verhindern. Durch die App ist der Autobesitzer in der Lage, auf verifizierte Weise nachzuweisen, was er mit seinem Fahrzeug gemacht hat. Wenn die lokalen Daten eindeutig mit der VeChain-Blockchain übereinstimmen, sind sie authentisch. Betrüger werden so einfach entlarvt und können nicht mehr beliebig die Fahrzeugteile manipulieren.

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Redaktion cvj.ch

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