Wöchentliche Bitcoin USD Chart Analyse Kalenderwoche 49

Bitcoin USD tägliche Basis

Bitcoin USD Chartanalyse – Erste Korrektur nach Erreichen neuer Höchststände

Der Montag begann mit einem verhältnismässig ruhigen Handelstag und einem Handelsgeschehen um die 18’350 USD Marke. Am Sonntag wurde bei einem ersten Test der Stärke des Marktes ein Tagestiefpunkt von 17’600 erreicht. Der Folgetag gestaltete sich demnach bereits wieder mit dem gewohnten Muster von höheren Tagestiefstkursen. Dieses Momentum wurde am Dienstag genutzt und Bitcoin konnte zum ersten Mal in diesem Jahr die 19’000 USD Marke durchbrechen und damit einen neuen Jahreshöchstkurs vorgeben. Am Mittwoch konnte zwar mit 18’532 ein erneut höherer Tagestiefstkurs markiert werden, der Tagesschlusskurs fand allerdings unter 19’000 USD statt. Es folgte am Donnerstag die erste grössere Korrektur seit dem Anstieg vom 21. Oktober, der bei rund 12’000 USD seinen Lauf nahm. Ein Selloff führte dabei den Bitcoin Kurs im Tagestief bis an die ersten Unterstützungen oberhalb von 16’000 USD. Der Tagesschluss wurde bei 17’170 USD markiert. Der Freitag gestaltete sich mit einer Handelsspanne von gut 1000 USD und einem Tagesschlusskurs nahe dem vom Vortag als klassischer Wendepunkt. Es folgten zum Wochenende zwei grüne Kerzen mit höheren Tagestiefst- und Höchstkursen, welche den Bitcoin Kurs zum Wochenschluss wieder über die 18’000 USD Marke führten.

Durchbruch durch 14’000 USD führt zu parabolischem Anstieg

Bitcoin USD

Rückblick Tagesintervall

Nach dem Kurssturz von Mitte März etablierte sich eine veritable Gegenbewegung. Diese führte bis an die Widerstandszonen ab 10’000 USD. Nach einer erneuten Zurückweisung anfangs Juni war eine knapp zweimonatige Konsolidierung zu beobachten. Diese war von einer Serie mit höheren Tagestiefstkursen, sowie tieferen Tageshöchstkursen geprägt. Die Reihe von tieferen Höchstkursen konnte am 22. Juli gebrochen werden. Es folgte am 27. Juli ein Durchbruch durch die Widerstandszone rund um 10’500 USD, welche sich seit August 2019 etabliert hat, und woran Bitcoin bis anhin bereits einige male scheiterte.

Interessant war die Widerstandszone um 10’000 USD in mehrfacher Hinsicht. Zum einen befindet sich hier der 0.618 Fibonacci Punkt der gesamten Abwärtsbewegung, welche Ende Juni 2019 knapp unter 14’000 USD eingeläutet wurde. Zum anderen fungierte die Zone rund um 10’000 USD gleichzeitig als Bestätigung des nach wie vor bärischen Trends von tieferen Höchstkursen seit Dezember 2017 (siehe nächster Abschnitt). Dieser Bereich zählt mittlerweile als bedeutende Unterstützung (grün).

Bitcoin konnte sich seit Ende Juli oberhalb des neu geschaffenen Supports im Bereich 10’000 USD etablieren. Diese Unterstützung wurde durch einen erneuten Test anfangs September bestätigt und dient seither als Beginn und wichtiger Pfeiler des jüngsten positiven Trends. Seit diesem Zeitpunkt konnten weitere signifikante Widerstandszonen überwunden werden. So wurde am 21. Oktober die Widerstandszone um 12’200 USD bezwungen, welche sich  bereits ab Januar 2018 etablierte und seitdem etliche Male als Zenit für den Bitcoin Kurs diente (siehe Makroausblick). In den Folgewochen akzentuierte sich der positive Trend und führte Bitcoin an den „letzten sichtbaren Widerstand“ bei 14’000 USD, vor dem Allzeithöchstkurs.

Mit 14’000 USD wurde ein wichtiger Widerstand, der einem „clear sky“ Szenario bis zum Allzeithoch entgegenstand, bewältigt. Ein beeindruckender Akt der Stärke und ein erstklassiger Beleg dafür, dass es der Markt ernst meint mit der in diesem Jahr eingeläuteten Trendumkehr. Verstärkt wurde der Durchbruch mit dem gleichzeitigen Bruch der oberen Trendlinie des sich seit März bildenden Trendkanals (hellblau). Dies führte ab Anfangs November zu einer starken Akzentuierung des Aufwärtstrends, welcher zuletzt den Bitcoin Kurs in einem parabolischen Kursanstieg knapp an das Allzeithoch von Dezember 2018 heranführte

Ausblick

Der parabolische Anstieg, welcher den Bitcoin Kurs innerhalb von 34 Tagen von 12’000 USD auf knapp 19’500 USD katapultierte, fand in der Berichtswoche ein vorläufiges Ende. Die zuletzt gesehene heftige Aufwärtsbewegung führte auch die MACD und RSI Indikatoren in überkaufte Territorien (3). In der Berichtswoche erfolgte knapp unter dem Allzeithoch eine erste starke Zurückweisung, welche Bitcoin direkt an die Unterstützungszone oberhalb von 16’000 USD zurückführte (1). Hier befindet sich auch der 0.786 Fibonacci Punkt des diesjährigen Preisgeschehens. Kurzfristig dienen somit der neue Widerstand bei 19’500 und die Unterstützung bei 16’000 USD als erste Indikatoren, ob der parabolische Aufstieg seinen Zenit erreicht hat.

Mit den letztwöchigen Preisbewegungen wurde ein Fundament geschaffen, welches nötig ist, um die Höchststände von 2017 erneut zu erreichen, respektive zu übertreffen. Für das Erlangen von höheren Kurszielen ist jedoch eine nachhaltige Bewegung von Nöten. Damit dieses Unterfangen gelingt, sollten die neulich überwundenen Widerstände in den kommenden Wochen als Unterstützung respektiert werden (Grün). Die Zone zwischen 12’000 und 14’000 USD bleibt dabei ein wichtiger Pfeiler. Neben alten Widerständen, die nun als Unterstützung dienen, sind auch die interessanten 0.618 und 0.5 Fibonacci-Punkte in diesem Bereich angesiedelt (2). Ein grundlegender Support hat sich zudem bei rund 12’000 USD ausgebildet. Als Widerstand dienend seit August 2019, befindet sich mittlerweile auch die untere Trendlinie des sich seit März 2020 etablierenden Kanals (blau) in diesem Supportbereich. Gleicherweise bewegt sich der 200 Tagesdurchschnitt (4) akzentuiert in diese Zone.

Makro: Allzeithoch im Visier

Bitcion USD

Bitcoin konnte 2020 im wöchentlichen Intervall erstmalig oberhalb von 10’000 USD einen höheren Höchstkurs setzen, welcher den vorherrschenden bärischen Trend seit Dezember 2017 gebrochen hat. Damit wurde die Serie von tieferen Höchstkursen, die sich über 135 Wochen hinzog, unterbrochen.

Seit dem Durchbruch des bärischen Trends verdichteten sich die Anzeichen für eine valable Trendumkehr. Mit dem Durchstoss durch wichtige Widerstandszonen und einer kontinuierlichen Entwicklung oberhalb des 21 Wochendurchschnitts (2) stiegen die Wahrscheinlichkeiten für ein erneutes Erreichen des 2017/18 geschaffenen Allzeithochs.

Mit den letztwöchigen Preisbewegungen wurde ein gutes Fundament geschaffen. Um neue Sphären oberhalb des Allzeithochs zu erreichen, ist eine nachhaltige Respektierung der neu geschaffenen Unterstützungen (grün) über die nächsten Wochen/Monate erforderlich.

 

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