Wöchentliche Bitcoin USD Chart Analyse Kalenderwoche 19 – 2021

Bitcoin USD tägliche Basis

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Charts: Tradingview.com

Bitcoin USD Chartanalyse – „Sell Off“ zum Wochenschluss

Die in der Vorwoche gebildete Aufwärtsbewegung konnte in der Berichtswoche nicht fortgesetzt werden. Bereits am Montag testete der Markt die Stärke des zuletzt 14 Tage anhaltenden Trends von höheren täglichen Tiefstkursen. Dieser wurde mit einem Tagesschlusskurs von 55’866 USD noch verteidigt. Am Dienstag folgte entsprechend ein Handelsgeschehen auf leicht höherem Niveau als am Vortag, direkt am 50-Tagesdurchschnitt. Das Momentum schien vorerst verloren und somit kam es am Mittwoch zu einer grösseren Verkaufswelle, die den Bitcoin Preis bis an die Supportzone 50’000 USD zurückbrachte. Ein Bereich, in welchen der Bitcoin Preis seit Mitte Februar einige Male zurückkehrte. Hier verweilte der Kurs entsprechend und so konzentrierte sich das Handelsgeschehen am Donnerstag und Freitag um die Zone 50’000 USD, teilweise mit beachtlichen Handelsspannen. Zum Wochenende folgte neuerlich Verkaufsdruck, welcher Bitcoin unter diese Unterstützungszone führte. Am Sonntag setzte sich demgemäss der Trend fort und der Markt ging mit rund 45’000 USD nahe dem wöchentlichen Tiefstkurs aus der Berichtswoche.

Abnehmende Dynamik des Aufwärtstrends

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Rückblick Tagesintervall

Nach dem Kurssturz von Mitte März 2020 etablierte sich eine veritable Gegenbewegung. Diese führte bis an die Widerstandszonen oberhal 10’000 USD. Nach einer ersten Zurückweisung und einer knapp zweimonatigen Konsolidierungsphase folgte am 27. Juli ein Durchbruch durch die fundamentale Widerstandszone, welche sich seit August 2019 etablierte und Bitcoin bis dato bereits einige male scheitern liess.

Interessant war die Widerstandszone um 10’000 USD in mehrfacher Hinsicht. Zum einen befindet sich hier der 0.618 Fibonacci Punkt der gesamten Abwärtsbewegung, welche Ende Juni 2019 knapp unter 14’000 USD eingeläutet wurde. Zum anderen fungierte die Zone rund um 10’000 USD gleichzeitig als Bestätigung des nach wie vor bärischen Trends von tieferen Höchstkursen seit Dezember 2017 (siehe Makrosicht auf Wochenbasis). Bitcoin konnte sich seit Ende Juli 2020 oberhalb des neu geschaffenen Supports im Bereich 10’000 USD etablieren und lieferte mit dem Bruch der Widerstandszone um 12’200 USD gegen Ende Oktober 2020 eine erste Bestätigung einer Trendumkehr. In den Folgewochen akzentuierte sich der positive Trend und führte Bitcoin eingangs November 2020 durch die 14’000er Widerstände und anfangs Dezember erstmalig nahe an die damaligen Allzeithöchststände um 20’000 USD, welche seit der Hausse 2017 für 158 Wochen unberührt blieben.

Seit dem Ausbruch durch die wichtigen 14’000er Widerstände anfangs November geht es Schlag auf Schlag. Mit dem Durchbruch durch das alte Allzeithoch bei 20’000 USD kam es zu einer starken Akzentuierung des Aufwärtstrends, welche den Bitcoin Preis am 14. April sein neues Allzeithoch knapp unter 65’000 USD markieren liess. Die rasante Aufwärtsbewegung war bis anhin von 3 Korrekturen geprägt, die jeweils um den 50 Tagesdurchschnitt (hellblaue Linie) ihren Tiefpunkt fanden. Die vierte Korrektur am führte nun erstmalig deutlich darunter und so kam es auch zu einer Verletzung der Trendlinie, welche durch die jeweiligen Tiefstkurse seit Jahresbeginn entstanden ist.

Ausblick

Mit der am 18. April begonnenen Korrektur verliess Bitcoin den unteren Bereich seines seit Jahresbeginn geformten Kanals und damit die Trendlinie, welche seither den rasanten Aufwärtstrend definierte. Auch kam es seit Oktober 2020 erstmals zu einem nachhaltigen Bruch des 50 Tagesdurchschnitts (hellblaue Linie), der bisher als guter Indikator der seit November gestarteten bullishen Phase diente. Die Struktur des temporeichen Aufwärtstrends ist gebrochen. Das abnehmende Momentum ist u. a. gut sichtbar am täglichen RSI Indikator. Auch das Verlassen der Parabola im wöchentlichen Intervall (siehe Makro) spricht dieselbe Sprache. In erster Linie muss das kein Anzeichen einer Trendumkehr bedeuten, allerdings dürfte ein fortgesetzter Preisanstiegs fortan in gemächlicheren Tempi voranschreiten.

Die zuletzt erfolgreich verteidigte Supportzone 48’000 – 50’000 USD wurde in der Berichtswoche erneut getestet und scheint zu fallen. Der jüngst geformte Mikroaufwärtstrend ist Geschichte und der technische Tenor bezieht sich erneut auf die Frage: Birgt die Verlangsamung des Aufwärtstrends bereits die Gefahr einer Trendumkehr? Für diese Eventualität ist es aus technischer Sicht noch zu früh. Unumstritten ist eine sich abzeichnende grössere Konsolidierung. Wird diese zukünftig die historisch geformten Unterstützungen respektieren, ist die Gesamtheit der Struktur des Aufwärtstrends nicht gefährdet.

Die 50’000 Supportzone ist nun als Widerstand aktiv und deutet den unmittelbaren Trend. Wie im letzten Bericht erwähnt, ist in diesem Szenario im Gebiet 45’000 USD respektive 41’000 USD mit erweiterter Unterstützung zu rechnen. Diese Zonen werden aktuell getestet. Betrachtet man die Preiskonstellation in einem erweiterten Zeithorizont, ist eine Verletzung des bullishen Sentiments und damit eine potenzielle Trendumkehr erst in den Territorien unterhalb von 37’500 USD zu befürchten (siehe nächster Abschnitt).

Makro: Ende der parabolischen Preisfindung

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Rückblick Wochen Intervall

Bitcoin konnte 2020 im wöchentlichen Intervall erstmalig oberhalb von 10’000 USD einen höheren Höchstkurs setzen, welcher den vorherrschenden bärischen Trend seit Dezember 2017 gebrochen hat. Damit wurde die Serie von tieferen Höchstkursen, die sich über 135 Wochen hinzog, unterbrochen (1).

Seit dieser ersten Überwindung des bärischen Trends verdichteten sich die Anzeichen für eine valable Trendumkehr. Mit dem Durchstoss durch wichtige Widerstandszonen und einer kontinuierlichen Entwicklung oberhalb des 21 Wochendurchschnitts (2) stiegen zusehends die Wahrscheinlichkeiten für ein erneutes Erreichen des 2017/18 geschaffenen Allzeithochs. Dies wurde Mitte Dezember 2020 vollzogen. Seither findet eine stark akzentuierte Preisfindung oberhalb dieser historischen Marke statt.

Mit den Preisbewegungen im vergangen Jahr wurde ein gutes Fundament geschaffen, um nachhaltig neue Sphären jenseits der 2017 erreichten Allzeithöchstkurse zu erklimmen. Der Bruch der 20’000 USD Marke führte eindrücklich die Kraft der sich seit Oktober etablierenden Aufwärtsbewegung vor. Bitcoins beobachtbarer parabolischer Preisfindungsmodus (gelb) hat zuletzt ein Ende gefunden. Fortan ist mit einer Verlangsamung der Aufwärtsbewegung zu rechnen. Die Struktur des Aufwärtstrends verfügt weiterhin über ein gutes Fundament.

Ausblick

Bei einer fortgesetzten Preiskorrektur wird eine Respektierung der zuvor geschaffenen Unterstützungen (grün) über die nächsten Wochen/Monate erforderlich, um die eingeleitete Preisfindungsphase nachhaltig zu gestalten. Zu beobachten bleibt vorerst die Supportzone um 45’000 USD, die durch die Tiefstkurse von Februar und März definiert wurde. Hier befindet sich zudem der 21 Wochendurchschnitt (2), welcher bisher zuverlässig Bullen und Bärenphasen deuten konnte. Die Region 37’000 – 39’000 USD dient vorerst als letzte Bastion der Bullen. Hier befinden sich die zu Jahresbeginn gebildeten Unterstützungen sowie der 0.618 Fibonacci Punkt, welcher sich seit dem Durchbruch des alten drei Jahre andauernden Allzeithochs und dem neuen Allzeithoch berechnet.


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