Close Menu
Crypto Valley Journal
    Facebook X (Twitter) Instagram
    Crypto Valley Journal
    • Aktuell
      • News
      • Köpfe
    • Fokus
      • Hintergrund
      • Blockchain
      • Legal/Compliance
      • Nicht-Fungible Token (NFTs)
    • Invest
      • Märkte
      • Finanzprodukte
      • Dezentrale Finanzen (DeFi)
      • Börsenübersicht
    • Wissen
      • Basiswissen
      • Glossar
      • Politiker zu Krypto
    • Statistiken
      • Bitcoin-ETF-Flows
      • Ethereum-ETF-Flows
      • Krypto-Marktdaten
      • On-Chain-Daten
    • Akademie
      • Übersicht
      • Teil 1: Blockchain
      • Teil 2: Geld
      • Teil 3: Bitcoin
      • Teil 4: Kryptowährungen
      • Teil 5: Dezentrale Finanzen
      • Teil 6: Investieren
    • Deutsch
      • English
    Crypto Valley Journal
    Sie sind hier:Home»Fokus»Hintergrund»Decentralized Finance (DeFi) – Mehrrendite kommt nicht ohne Risiko

    Decentralized Finance (DeFi) – Mehrrendite kommt nicht ohne Risiko

    von Patrick Heusser am 9. Oktober 2019 Hintergrund

    Aktuell ist DeFi (decentralized finance) wieder ein heißes Thema. Und das, obwohl sich nichts geändert hat und wir auch keine neuen bahnbrechenden Entwicklungen gesehen haben.

    Mehr Rendite = Mehr Risiko

    Was ich jedoch sehe, sind Berichte und Analysen in denen empfohlen wird, dass Sie Ihr Geld in den DeFi-Bereich investieren sollten. Einige Produkte/Instrumente würden immer noch mit einem relativ hohen Zinssatz im Vergleich zu traditionellen Anlagen in Währungen wie USD, EUR und GBP aufweisen.

    Auffällig sind die falschen Aussagen und die Schlussfolgerungen, die gezogen werden, um von den höheren Zinsen im DeFi-Raum zu profitieren.

    Ich habe über 15 Jahre im Investmentbanking-Handelsbereich gearbeitet, wo ich auch Zinsrisiken verwaltete. Meiner Erfahrung nach birgt, jedes Produkt und jede Anlage welche eine höhere Rendite erzielt als  Konkurrenzprodukte, auch ein zusätzliches Risiko. Wenn Sie mehr Ertrag wollen, müssen Sie mehr Risiko eingehen. So einfach ist das.

    Es gibt keine geheimen Absicherungsinstrumente um das zusätzliche Risiko, welches für mehr Ertrag engegangen wird zu minimieren. Viele Händler mussten diese sehr einfache Tatsache während der Finanzkrise 2008 lernen, als sich ihre ertragreichen CDOs und MBS-Produkte in giftige finanzielle Abfälle verwandelten.

    Beispiel der Seite loanscan.io

    Anbieter weisen teilweise ungenügend auf Risiken hin

    Nun stolperte ich über einen Bericht einer Vermögensverwaltungsgesellschaft im DeFi-Bereich die behauptete, dass es einfach und unkompliziert sei, einige dieser höheren Renditen ohne zusätzliches Risiko zu erwirtschaften. Sie behaupten, dass jedes Risiko durch Derivate gemildert werden kann und dass selbst diese Derivate einen positiven Renditeeffekt haben (wie CFDs). Es wird auch behauptet, dass sie Ihnen einen jährlichen Zinssatz von 5% zahlen, indem sie short sind. Zur Erinnerung: In einem effizienten Markt kostet eine Absicherung immer Geld. Wenn nicht, stimmt etwas mit Ihrem Anlagekonzept nicht.

    Erst am Ende dieses Anlageberichts wird festgestellt, dass einige Ausfallrisiken bestehen, die im schlimmsten Fall dazu führen, dass Sie Ihre gesamte Investition verlieren.

    Lustigerweise erwähnt der Bericht keine operativen Risiken im Hinblick auf den Prozess der Sicherheiten-Abwicklung (engl.=collateral). Es wird erwähnt, dass alle Kredite zu mindestens 150% besichert sind. Nicht erwähnt wird hingegen, dass ein erhebliches operationelles Risiko mit der Verwertung der Sicherheiten einhergeht.

    Systemische Risiken sollten nicht ausser Acht gelassen werden

    Der schwierigste Teil bei der Risiko-Analyse bei einem DeFi Produkt ist ein Weg hinter die Plattform und ihr Konzept zu schauen. Beispielsweise sind einige der Kreditplattformen nicht Peer-to-Peer. Sie schließen mit dieser Plattform einen Kreditvertrag ab und müssen herausfinden, wie sie Ihnen einen so hohen Zinssatz zahlen können. Während der Baisse war dies für diese Plattformen ein einfaches Spiel. Sie waren in der Lage ihre Token zu nehmen, sie auf dem Markt zu verkaufen und die Futures welche in "Backwardation" gehandelt waren gegen sie zurückzukaufen. Aufgrund dieser Marktkonstellation konnte die Plattform eine Rendite (Carry) generieren und war somit in der Lage, Ihnen Zinsen zu zahlen.

    Die Märkte handeln seit geraumer Zeit mit Contango, was bedeutet, dass diese Plattformen in Schwierigkeiten geraten, da die Rendite von Carry Trades für sie negativ ist. Also müssen sie einen anderen Weg gefunden haben, um Zinsen auf die Einzahlung zu zahlen. Dies geschieht höchstwahrscheinlich durch mehr Risiko, oder durch den Einsatz von eigenem Kapital in der Hoffnung, dass die Futures-Kurve zu ihren Gunsten zurückkehrt. Hoffnung sollte aber nie Bestandteil eines Anlagekonzeptes darstellen.

    Meine persönliche Schlussfolgerung ist folgende: Ja, es gibt einige außergewöhnlich hohe Renditen im DeFi-Bereich, aber man muss bei Investitionen sehr vorsichtig sein. Dieser Raum birgt mehr versteckte und systemische Risiken als in traditionellen Finanzmärkten.

     

     


    Copyright © 2021 | Crypto Broker AG | Alle Rechte vorbehalten.
    Diese Publikation und ihr Inhalt, einschliesslich aller Namen, Logos, Designs und Marken sowie aller damit verbundenen Immaterialgüter- und sonstigen Rechte sind Eigentum der Crypto Broker AG oder Dritter. Sie dürfen ohne deren vorherige Zustimmung nicht vervielfältig oder weiterverwendet werden.

    Haftungsausschluss
    Alle Angaben in dieser Publikation erfolgen ausschliesslich zu allgemeinen Informationszwecken. Die in dieser Publikation zur Verfügung gestellten Informationen stellen keine Anlageberatung dar und sind auch nicht als solche beabsichtigt. Diese Publikation stellt kein Angebot und keine Empfehlung oder Aufforderung für eine Anlage in ein Finanzinstrument einschliesslich Kryptowährungen und dergleichen dar und ist auch nicht als solches Angebot, Empfehlung oder Aufforderung beabsichtigt. Diese Publikation ist nicht für Werbezwecke bestimmt, sondern dient nur der allgemeinen Information. Die in der Publikation enthaltenen Inhalte stellen die persönliche Meinung der jeweiligen Autoren dar und sind nicht als Entscheidungsgrundlage geeignet oder beabsichtigt. Alle Beschreibungen, Beispiele und Berechnungen in dieser Publikation dienen nur der Veranschaulichung. Obwohl bei der Erstellung dieser Publikation mit üblicher Sorgfalt darauf geachtet wurde, dass die Angaben zum Zeitpunkt der Veröffentlichung zutreffend und nicht irreführend sind, übernimmt die Crypto Broker AG keinerlei Gewähr oder Garantie, weder ausdrücklich noch stillschweigend, in Bezug auf die darin enthaltenen Informationen, deren Marktfähigkeit oder Eignung für einen bestimmten Verwendungsweck oder hinsichtlich ihrer Genauigkeit, Richtigkeit, Qualität, Vollständigkeit oder Aktualität. Die Crypto Broker AG schliesst jede Haftung und Verantwortlichkeit für die Verwendung der in der Publikation enthaltenen Informationen, auch durch Dritte, im Zusammenhang mit Handels- oder anderweitigen Aktivitäten aus und ebenso für allfällige Fehler oder Unvollständigkeiten, welche in dieser Publikation enthalten sind.

    Risikohinweis
    Anlagen und Investitionen, insbesondere in Kryptowährungen, sind grundsätzlich mit Risiko verbunden. Der Totalverlust des eingesetzten Kapitals kann nicht ausgeschlossen werden. Kryptowährungen sind sehr volatil und können daher in kurzer Zeit extremen Kursschwanken ausgesetzt sein. Eine Nutzung der Informationen aus dieser Publikation erfolgt ausschliesslich und einzig auf eigenes Risiko des Nutzers. Ein Nutzer sollte sich in jedem Fall vor einer Anlage- und Investitionsentscheidung über die damit verbundenen Risiken im Klaren sein und sich bei Bedarf geeignet beraten lassen.

    Share. Facebook Twitter LinkedIn Email Telegram WhatsApp

    Über den Autor

    Patrick Heusser
    • Website

    Wenn er nicht an den Crypto Broker Trading Desk gefesselt ist - mit 24/7 Trading verfügbar für unsere Kunden - liefert Patrick Heusser aktuelle Kommentare zu den aufstrebenden Crypto Märkten, sowohl für unsere Kunden als auch für die Finanzpresse. Bevor er zu Crypto Broker stiess war Patrick als Zinshändler bei der UBS tätig und hatte verschiedene Positionen in der IRCC (Interest Rate, Commodity, and Currency) Trading Division in London, New York, Singapur und Zürich inne. Patrick ist Experte für Trading und Risikomanagement und verfügt über Erfahrung in der Führung von Startup Projekten.

    Verwandte Artikel

    JPMorgan warnt: Wiederkehrende DeFi-Exploits und stagnierendes TVL in ETH-Termen bremsen institutionelles Engagement im DeFi-Sektor.

    JPMorgan: DeFi-Hacks und TVL-Verluste bremsen institutionelle Anleger

    KelpDAO Hack: 292 Millionen USD Verlust im grössten DeFi-Angriff 2026. Investoren zogen über 15 Milliarden USD aus dem Sektor ab.

    KelpDAO-Kettenreaktion: 15 Milliarden USD aus den grössten DeFi-Protokollen abgehoben

    Bitcoin-Quantencomputer-Risiken: ECDSA-Exposition auf secp256k1, NIST-Post-Quanten-Standards und BIP-360-Migrationspfade im Überblick.

    Bitcoin Quantencomputer: Was aktuelle Entwicklungen für die Netzwerksicherheit bedeuten

    CVJ Wochenrückblick
    25. April 2026

    Wochenrückblick Kalenderwoche 17 – 2026

    JPMorgan warnt: Wiederkehrende DeFi-Exploits und stagnierendes TVL in ETH-Termen bremsen institutionelles Engagement im DeFi-Sektor.
    24. April 2026

    JPMorgan: DeFi-Hacks und TVL-Verluste bremsen institutionelle Anleger

    Admiral Paparo bestätigt im US-Senat: INDOPACOM betreibt aktiven Bitcoin-Node und führt operative Tests zur Netzwerksicherung durch.
    23. April 2026

    US-Militär betreibt Bitcoin-Node im Indo-Pazifik

    twitter bild button instagram bild button linkedin bild button youtube bild button

    Über Crypto Valley Journal
    Über Crypto Valley Journal

    Am Puls der Bewegung

    • Akademie
    • Kontakt
    • Werbung
    • Über uns
    • Partner
    • Impressum
    • Datenschutz
    • Disclaimer
    Suche

    Type above and press Enter to search. Press Esc to cancel.