Finanzdienstleister Square investiert 50 Mio. Dollar in Bitcoin

Nach Microstrategy alloziert ein weiteres Unternehmen einen Teil seiner liquiden Mittel in Bitcoin. Das Finanzdienstleistungs- und Mobile Payment-Unternehmen Square mit Hauptsitz in San Francisco gab bekannt, 50 Mio. USD von der Kryptowährung gekauft zu haben.

Das Unternehmen, welches 2009 von Jack Dorsey (Twitter Co-Founder) und Jim McKelvey gegründet wurde, startete seinen ersten Service im Jahr 2010. Seit November 2015 wird Square als Aktiengesellschaft an der New York Stock Exchange gehandelt (NYSE: SQ). Das Unternehmen lancierte im Jahr 2018 „Cash App“, eine Anwendung die den Kauf und Verkauf von Bitcoin ermöglicht. Im Jahr 2019 gründeten sie Square Crypto, ein unabhängiges Team, das sich ausschliesslich darauf konzentriert, einen Beitrag zur Open-Source-Arbeit mit Bitcoin zum Nutzen aller zu leisten.

Investition entspricht einem Prozent des Gesamtvermögens

Square gab gestern bekannt, dass es etwa 4.709 Bitcoins zu einem Gesamtkaufpreis von 50 Millionen US-Dollar erworben hat. Square ist der Ansicht, dass die Kryptowährung ein Instrument zur wirtschaftlichen Stärkung ist und der Welt die Möglichkeit bietet, an einem globalen Währungssystem teilzunehmen, das mit der Vision des Unternehmens übereinstimmt. Die Investition macht etwa ein Prozent des Gesamtvermögens von Square zum Ende des zweiten Quartals 2020 aus.

„Wir glauben, dass Bitcoin das Potenzial hat, in Zukunft eine allgegenwärtige Währung zu werden. Mit zunehmender Verbreitung wollen wir lernen und uns diszipliniert beteiligen. Für ein Unternehmen, das Produkte auf der Grundlage einer integrativeren Zukunft entwickelt, ist diese Investition ein Schritt auf diesem Weg.“ – Amrita Ahuja Chief Financial Officer Square

Das Unternehmen startete ausserdem vor kurzem die Cryptocurrency Open Patent Alliance (COPA), eine gemeinnützige Organisation, die Krypto-Innovationen fördert und den Zugang zu patentierten Krypto-Erfindungen eröffnet.

Früher institutioneller Trend zur Allokation von liquiden Mitteln?

Bereits im August sorgte die Ankündigung vom US-Amerikanischen Softwarehersteller MicroStrategy für Aufsehen. MicroStrategy ist eines der grössten Unternehmen im Bereich Business Intelligence. Das Unternehmen liess verlauten, 21’454 Bitcoins für 250 Millionen USD im Rahmen ihrer neuen Anlagestrategie erworben zu haben. Nach Erwägung von vielen verschiedenen Vermögenswerten kam das Unternehmen zu dem Schluss, dass es sich bei Bitcoin (BTC) um die beste langfristige Investition handeln würde. Wenige Wochen später gab MicroStrategy bekannt, dass sie ihre Bitcoin-Reserven auf 425 Millionen USD erhöht haben.

Die Anerkennung von Bitcoin als legitime Wertanlage nimmt stetig zu. Die grösste US-Bank, JPMorgan Chase, hat in einer kürzlich erfolgten Analyse dargestellt, dass Bitcoin im Jahr 2020 einen deutlichen Wachstums- und Reife-Prozess demonstriert.

Auch Fidelity Digital Assets, die Tochtergesellschaft eines der grössten Vermögensverwalters der Welt, veröffentlichte den ersten Bericht ihrer Bitcoin Anlagethese. Darin wird Bitcoin als aufkommende Wertanlage beschrieben und mit Anlageklassen wie Gold verglichen.

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Redaktion cvj.ch

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